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Über den Umgang mit Bewertungsportalen für den Arzt und Zahnarzt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Frank Stratmann   

 

Bewertungsportale sind auf dem Vormarsch

 

Docinsider ist eines der Empfehlungsnetzwerke für ÄrzteIn diesem Artikel wollen wir Ihnen hilfreiche Tipps im Umgang mit sogenannten Bewertungsportalen vermitteln. Der Arzt- oder Zahnarzt (www.docinsider.de) gehört neben der Gruppe der Lehrer (spickmich.de), Universitätsprofessoren und Handwerker (die-handwerkerempfehlung.de) zu den favorisierten Gruppierungen, die einer Bewertung im Internet ausgesetzt sind.

 

Dabei unterscheidet man, ob ein Portal nur die Bewertung vornimmt oder die Bewertungen im Rahmen eines Zusammenhangs erhoben werden. Das Portal 2te-Zahnarztmeinung ist Ihnen längst bekannt. Die Frage wird sein, wie Sie heute als Arzt oder Zahnarzt damit umgehen und welche Folgen Sie zu erwarten haben.

 

 

Die Gerichte geben den Portalen recht

 

Aktuell geht der Fall einer Lehrerin durch die Medien. Die Internetseite spickmich.de  erhält hierdurch einen erheblichen Zulauf an Schülern, die in diesem Portal Ihre Lehrer bewerten können. Die Klage der Lehrerin auf Verletzung des Persönlichkeitsrechts wurde schon einmal von einem Gericht abgewiesen. Auch jetzt scheiterte Ihre Klage vor dem Oberlandesgericht Köln, indem das Gericht dem Portal grundsätzlich die Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung, auch durch die registrierten User, eingesteht.

 

Die Lehrerin für Ihren Teil strebt eine Grundsatzentscheidung an, ob derartige Bewertungen rechtens sind. Rechtsexperten in Sachen Internet glauben aber zu wissen, dass die Lehrerin kein Recht bekommen wird. Solange keine Äußerungen enthalten sind, die klar das Persönlichkeitsrecht des Einzelnen angreifen, sind hier keine Überraschungen zu erwarten.

 

 

Die Natur des Menschen lässt sich nicht unterdrücken

 

Nehmen wir mal das Beispiel einer Zahnarztpraxis. Wissenschaftliche Studien haben bereits ergeben, dass der Zahnarzt immer in Verbindung mit dem gesamten Team, also die Praxis insgesamt, bewertet wird. Die medizinische Qualität kann ein Patient niemals abschließend bewerten. In der Regel wird die Praxis als Ganzes gesehen. Ist das Team freundlich und zuvorkommend, hat das auch Einfluss auf die Bewertung durch die Patienten. Hier ist das Zusammenspiel vieler Qualitäten ausschlaggebend.

 

Wir wollen Ihnen anhand des Empfehlungsportals www.docinsider.de ein Beispiel dafür geben, wie Sie sich aktiv in diese Bewertungsdynamik einmischen können. Praxismarketing macht nicht vor dem Internet halt.

So werden die Ärzte auf docinsider.de gelistet
So werden die Ärzte auf docinsider.de gelistet
 

Die 3/11-Regel besagt, dass 3 zufriedene Patienten gern weitererzählen, wenn Sie etwas positives erlebt haben. Die Zahl 11 steht für diejenigen, die Schlechtes zu berichten haben. Eine wichtige Formel, die Sie sich im Rahmen Ihres Empfehlungsmanagements merken sollten. Wenden Sie diese Regel auf die Schnelligkeit des Internets an, ergibt sich der logische Schluss, dass Sie sich selbst einmischen müssen, um nicht Gefahr zu laufen, Opfer einer Kampagne zu werden. Es liegt übrigens in der Natur des Menschen, Erlebtes zu bewerten und weiterzuerzählen. Vor diesem Hintergrund sollten Sie Bewertungsportale wie docinsider.de für Ihre Zwecke nutzen. Wie das geht erfahren Sie jetzt.

 

 

Wie Sie als Praxis damit umgehen sollten

 

Docinsider ist die Yahoo Entdeckung des Jahres 2007 in der Kategorie "Freunde im Netz" (Web 2.0 Community).  Docinsider bietet Ihnen als Arzt und Zahnarzt die Möglichkeit, sich mit Ihrer Praxis professionell darzustellen. Aktuell ist das auch noch kostenfrei, was es interessant macht, gerade jetzt einzusteigen. Vielleicht ist Ihr Name längst verzeichnet, auch wenn noch keine Bewertung vorgenommen wurde. Aktuell sind z.B. 59134 Zahnärzte bei docinsider verzeichnet.

 

Die Detailansicht von docinsider
Die Detailansicht von docinsider.de
Bewertet wird in der Sternklassifizierung und der Patient kann dazu noch einen persönlichen Text hinterlassen. Übrigens Web2.0 heißt auch von den Usern generierten Content zuzulassen. Web2.0 konsequent umgesetzt heißt auch, dass sich die Patienten, in unserem Beispiel, selbst kontrollieren. Missbrauch z.B. wenn Kommentare zu persönlich werden, können auch von anderen Patienten gemeldet werden. Die Seite bietet vielerlei Möglichkeiten. So erkennen Sie zu jederzeit, wie oft Ihre eigene bereits vorhandene Seite angeschaut wurde und vieles mehr.

 

Zu dem Bereich der Textbewertungen sei gesagt, dass Sie aktiv mit Ihren Patienten darüber sprechen sollten, vor allem dann, wenn Sie eine negative Bewertung erhalten haben. Hier ein Beispiel:

 

 

Fallbeispiel

 

Auszug aus dem Text einer Bewertung
Auszug aus dem Text einer Bewertung
Polly27 schrieb am 01.07.2007 über eine Frauenärztin:" […] mein erster Eindruck von Frau. Dr. XY hat sich auch nach dem dritten Besuch bestätigt: Sie wirkt unsympathisch und geht nicht auf den Patienten ein."

 

Eine solche Bewertung lässt sich nur dann wieder ins rechte Licht rücken, wenn Sie Patienten finden, die Sie entsprechend Ihrer tatsächlichen, persönlichen Leistung beurteilen. Die Sprechstundenhilfe kam in der oben genannten Bewertung übrigens besser weg, als die Ärztin selbst.

 

 

Die Vorteile der Auseinandersetzung

 

Wenn Sie sich dazu entschließen, bei Docinsider.de einzusteigen, dann können Sie in Vorleistung treten, indem Sie Patienten Ihr Leistungsspektrum mitteilen, Ihre Sprechzeiten bekannt geben und einige Fotos Ihrer Praxis hinterlegen.  Der Patient kann so einen ersten Eindruck gewinnen. Sie erhalten also eine kleine Webvisitenkarte auf einer aktuell bereits stark frequentierten Website. Docinsider gehört heute schon zu den 170.000 wichtigsten Internetseiten im Netz (Quelle: alexa.com). Selbst wenn Sie sich eine professionelle Webvisitenkarte erstellen lassen, wird Docinsider wohl in den einschlägigen Suchmaschinen wie google.com oder yahoo.com an Ihnen vorbeiziehen.

 

Der klare Ratschlag von unserer Seite lautet also. Setzen Sie sich damit auseinander. Die Vorteile aktuell lauten, dass Sie Ihren Premiumeintrag im Wert von EUR 299,- bis zum 31.12.2008 kostenfrei erstellen können. Sie erschließen sich dadurch folgende Vorteile:

 

  • Ein zusätzliches professionelles und mediales Praxismarketing
  • Patienten finden Sie noch besser im Internet (hierzu weiter unten mehr)
  • Wenn Sie noch keine Website haben, erhalten Sie eine Webvisitenkarte sofort
  • Ihr Behandlungsspektrum (10 Leistungen) findet einen Platz im Internet
  • Bis zu 9 Fotos vermitteln einen ersten Eindruck Ihrer Praxis

 

Docinsider wird in den kommenden Monaten viel Arbeit in die Vermarktung des eigenen Portals stecken. Davon profitieren natürlich auch Sie, nachdem Sie Ihren Premiumeintrag eingestellt haben. Sie können jederzeit von einer vorhandenen Website auf das Bewertungsportal verlinken. Sie können Patienten also aktiv darum bitten, Ihnen eine Bewertung zukommen zu lassen, womit Sie die 3/11 Regel für sich nutzen.

 

Unser spezieller Tipp

Nutzen Sie docinsider aktiv und vollständig. Schaden erfährt nur der, der sich diesen Themen und Trends verschließt. Hier 11 handfeste Tipps im Umgang mit Bewertungsportalen:

 

  • Machen Sie vollständige Angaben, bleiben Sie ehrlich
  • Überziehen Sie Ihre Selbstdarstellung nicht, um keine Erwartungshaltung beim Patienten zu wecken, die Sie nicht einhalten können
  • Stellen Sie Fotos ein, die professionell genug sind, um kein zu schlechtes, aber auch kein zu Gutes Bild abzugeben
  • Integrieren Sie  z.B. eine Seite wie docinsider in Ihr eigenes, praxis-internes Empfehlungsmanagement
  • Konzentrieren Sie sich zunächst auf eine Bewertungsseite, um die Patientenmeinungen zu bündeln
  • Werten Sie die Ergebnisse ständig aus. Nutzen Sie die Angaben für Ihr eigenes Qualitätsmanagement
  • Kontrollieren Sie die gemachten Einträge und melden Sie Verstöße ggfs. selbst über die Missbrauchsfunktion.
  • Bleiben Sie selbst positiv, um keine Angriffsfläche zu geben
  • Sollten Sie aufgrund gemachter negativer Einträge nachvollziehen können, welcher Patient Sie bewertet hat, suchen Sie das Gespräch und bieten Sie eine Lösung an
  • Teilt Ihnen ein Patient mit, dass er Ihnen eine positive Meldung hinterlegt hat, fragen Sie nach, wie er sich geäußert hat und zeigen Sie sich verbindlich und dankbar
  • Nötigen Sie keinen Patienten, Ihnen eine positive Bewertung zu geben. Bei kritischen Patienten verzichten Sie einfach auf einen Hinweis. Eine neutrale Bewertung  ist allerdings immer noch mehr wert als eine schlechte.

 

Sollten Sie noch kein funktionierendes Empfehlungsmanagement haben, bietet es sich gerade zu an, die Flucht nach vorn zu nutzen und sich einer Seite wie www.docinsider.de anzuvertrauen. Selbst Patienten, die sich auf direktem Weg befinden, Ihnen eine negative Bewertung zu erteilen, können Sie besänftigen. Ein professioneller Auftritt im Bewertungsportal kann den Patienten veranlassen, noch einmal über eine schädliche Bemerkung nachzudenken. Positive bis neutrale Bewertungen hinterlassen einen Eindruck bei den Unzufriedenen. Schließlich sind Sie auch nur ein Mensch und sowohl Sie, wie auch ein Patient hat mal einen schlechten Tag. Davon im Internet zu lesen, will aber wohl niemand.

 

Wir machen den Test - Wir suchen Praxen

Praxen, die Gefallen daran gefunden haben, sich proaktiv mit der Thematik auseinandzusetzen, mögen sich bitte bei uns melden. Wir begleiten Sie auf dem Weg zur Einführung eines Empfehlungsmanagements mit www.docinsider.de. Ziel der gemeinsamen Vorgehensweise wird sein, Ihnen eine Hilfestellung zu bieten, wie Sie www.docinsider.de aktiv in Ihre Empfehlungsmanagement aufnehmen. Sie leisten damit einen Beitrag für andere Praxen und gehen mit gutem Beispiel voran, worüber wir gern auf unseren Seiten berichten würden. Auf Wunsch natürlich anonym.

 

Interessierte Praxen melden sich bis zum 31.03.2008 bitte per E-Mail oder über das untenstehende Formular. Bitte verweisen Sie bei der Nutzung des Formulars auf diesen Artikel bzw. Ihren Wunsch an diesem Projekt kostenfrei teilzunehmen.

 

 

 

 

 

 
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