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| Geschrieben von Ingrid Wohlmuth | ||||
![]() Machen Sie den Mitarbeitern die Bedeutung ihrer Tätigkeit klar Menschen bleiben in Jobs, die sie intellektuell stimulieren und für sie eine persönliche Bereicherung sind. Leider trifft auf viele Jobs weder das eine noch das andere zu. Aber auch eintönige Arbeit kann Menschen begeistern, wenn Mitarbeiter verstehen, wie ihre Arbeit die Erreichung der Praxisziele unterstützt und zum wirtschaftlichen Erfolg beiträgt. Nehmen Sie jemanden, der Instrumente reinigt und sterilisiert. Das ist keine besonders spannende Arbeit, aber wenn diesem Mitarbeiter klar ist, dass seine Arbeit ein zentraler Erfolgsbaustein der Praxis ist und er vom Praxisinhaber auch entsprechendes Feedback bekommt, wird er seine Arbeit engagiert durchführen.
Wenn Ihre Mitarbeiter mit vielen unterschiedlichen Dingen beschäftigt sind – Arztberichte schreiben, Patientengespräche führen, an Dienstbesprechungen teilnehmen usw. – bitten Sie sie, eine Rangordnung aufzustellen, wie wichtig jede dieser Aufgaben ihrer Meinung nach für die Praxis ist. Das Ergebnis könnte sie überraschen. Eine Mitarbeiterin sagte, „Sie würde sich jeder Sache annehmen, wenn sie nur nicht mehr an den Dienstbesprechungen teilnehmen müsste“. Diese Dienstbesprechungen betrachtete sie als Verschwendung ihrer Arbeitszeit. Wenn Sie solche Antworten hören und der Meinung sind, dass die Mitarbeiter bei ihren Einschätzungen danebenliegen – wenn jene Dienstbesprechungen wirklich wichtig sind – helfen Sie ihnen zu verstehen, warum und auf welche Weise all diese „unwichtigen“ Aufgaben eine Rolle spielen. Vereinbaren Sie Ziele, nicht Wege Aus Erfahrung weiß man, dass der beste Weg von A nach B nicht immer der gerade, sondern der Weg des geringsten Widerstandes ist. Während gute Praxen also anspruchsvolle Ziele setzen, sind sie flexibel, wenn es darum geht, wie sie die Mitarbeiter diese Standards erreichen lassen. Wenn Sie alle Topmitarbeiter haben, spielt es dann eine Rolle, wie sie das gemacht haben? Wenn das Ziel feststeht, brauchen Sie nicht die Wege zu standardisieren. Seien Sie wirklich erreichbar Wenn Sie als Praxisinhaber nicht regelmäßig „erreichbar“ sind, kommt bei Mitarbeitern sehr schnell das Gefühl der Frustration und Missachtung auf. Werfen Sie deshalb einen Blick auf den Terminkalender des letzten Jahres. Versuchen Sie herauszufinden, wie viel Zeit Sie damit verbrachten, mit Mitarbeitern über deren Probleme zu sprechen. Wenn Sie weniger als 10 % dafür eingeplant hatten, werden Ihre Mitarbeiter unzufrieden sein. Betrachten Sie jeden Mitarbeiter wie Ihren Patienten. Das verbessert die Arbeitsmoral und die Produktivität. Werden Sie persönlich Vielleicht hassen Sie eindimensionale Organisation, aber einige Ihrer Mitarbeiter wollen möglicherweise, dass man ihnen jeden Tag über die Schulter schaut. Und nur weil Sie selbst gern Entscheidungen fällen, heißt das nicht, dass das bei allen anderen auch so ist. Wenn Sie so jemanden in eine Rolle drängen, in der Entscheidungen getroffen werden müssen, lösen Sie damit eine Menge Stress aus. Geben Sie die Rolle lieber jemandem, dem das Entscheiden gefällt. Aufgaben können auch individuell zugeschnitten werden: Ein paar Menschen mögen Papierkram, aber keine PC-Arbeit; andere bevorzugen die PC-Arbeit und die Assistenz im Behandlungszimmer. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern über die Arbeiten, die getan werden müssen. Mit etwas Menschenkenntnis werden Sie schnell feststellen, wer ungern Verantwortung übernimmt und wer sich die Regeln lieber selbst macht.
Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter alles haben, was sie brauchen Es gibt nichts, was Mitarbeiter mehr frustriert, als wenn sie das Gefühl haben, ihnen wurde eine Kleinigkeit vorenthalten, die die Arbeit ungemein erleichtern würde. Dabei kann es sich um einen Schwenkarm für ein Telefon, eine Schreibtischlampe oder einen besonderen Schutz für eine PC-Tastatur im Behandlungszimmer handeln.
Setzen Sie die Wünsche Ihrer Mitarbeiter, sofern sie nicht geradezu unvernünftig sind, um. Prüfen Sie auch, ob Ihre Mitarbeiter eine Plattform haben, auf der sie ihre Wünsche vorbringen können. Wenn Sie als Praxisinhaber Teambesprechungen kurz halten, kann das dazu führen, dass Sie auf die Frage „Hat noch jemand etwas?“ regelmäßiges Schweigen ernten. Versuchen Sie bei Ihren Teambesprechungen eine lockere Phase einzubauen, in der Sie Raum für Wünsche und Fragen geben. Ansonsten ist es auch immer hilfreich, kurze Besprechungen z. B. während eines Patientenausfalls oder bei frühzeitigem Behandlungsende abzuhalten und nebenbei Fragen und Wünsche einzufangen. Sagen Sie Danke In attraktiven Arbeitsumgebungen werden eine Menge Zeit und Energie dafür aufgewendet, dass die Mitarbeiter sich als etwas Besonderes fühlen. Das muss nicht viel Geld kosten, entscheidend ist vielmehr die Schnelligkeit, mit der herausragende Leistungen honoriert werden. Wenn Ihr Team ein Wochenende in der Praxis zubringt, um z. B. die Umstellung auf ein neues Softwareprogramm reibungsloser zu gestalten oder mit Ihnen zusammen den Notdienst abhält, beauftragen Sie einen Party-Service, der am Sonntagnachmittag Sekt und Brötchen vorbeibringt. Überprüfen Sie, welche besonderen Vergünstigungen Sie Ihren Mitarbeitern bereits zuteil werden lassen und ergänzen Sie diese gegebenenfalls. Sorgen Sie dafür, dass in Teambesprechungen regelmäßig die guten Leistungen der Mitarbeiter hervorgehoben werden – das fördert die Motivation ungemein.
Laden Sie z. B. zu einem Theaterbesuch ein, wenn die Planzahlen des jeweiligen Jahres erreicht sind. Wenn Mitarbeiter Geburtstag haben, lassen Sie ihnen eine Aufmerksamkeit zukommen. Es muss nichts Großes sein, aber es hilft Beziehungen aufzubauen und gibt den Mitarbeitern das Gefühl, dass sie Ihnen etwas wichtig sind.
Sie sehen, es gibt einges, was Sie selbst nachvollziehen können. Und das alte Sprichwort:"Wie man in den Wald hineinruft, schallt es heraus", findet auch hier seine Gültigkeit. Das ganze lässt sich übrigens auch mit der notwendigen Portion Authorität kombinieren. Authorität ist immer dort, wo konstruktiv auf die Talente und Werte der Einzelnen acht gegeben wird. |
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