Irritationen durch falsches Praxismarketing
Meschede
(pt/15.10.2007) - Der Druck auf Zahnarztpraxen in Deutschland nimmt stetig zu.
Die Anforderung, sich mit der Praxis intern als Unternehmen aufzustellen und
nach außen hin, vertrauensvoll auf die Patienten zuzugehen, wird für manchen
Praxisinhaber zunehmend zu einer Belastung. Die schnelle Entwicklung zur
Informationspraxis führt oftmals dazu, dass falsch verstandenes Marketing für
eine Praxis zum Problem wird.
Eine Praxis hat
oftmals nicht die Möglichkeiten, sich mit dem Thema Praxismarketing
auseinanderzusetzen. Es fehlt an Wissen und dem Faktor Zeit, sich konstruktiv
mit den wirklichen Möglichkeiten innerhalb eines Gesamtkonzepts auf mehrere
Jahre hin auszurichten. Manchmal gibt es auch einfach keine konkrete
Vorstellung, was Praxismarketing bedeutet.
Die Folge sind ein
hoher Grad an Irritationen, die beim Patienten ausgelöst werden.
Praxen neigen zu
Strohfeuern an vermeintlicher Marketingaktivität, die keine nachhaltige Wirkung
entfaltet, sondern lediglich das Budget
der Praxen verkleinert. Hier eine Managementfortbildung und dort ein
Beratungstraining für ein Teammitglied. Die dort erarbeiteten Inhalte sind nur
schwer auf die eigene Praxis zu übertragen. Die Folge: Das fehlende
Gesamtkonzept führt zu immer neuen Richtungswechseln in der Kommunikation. Der
Patient wird trotz gutem Willen, allein gelassen und bleibt irritiert zurück.
Wie eine
Blitzumfrage der Agentur praxistotal jetzt ergab, bemerkt die größte Anzahl der
Patienten nicht , dass Leistungen einer Zahnarztpraxis aktiv angesprochen
werden. 61% der Patienten antwortete, dass man gar nicht bemerke, das der
Zahnarzt aktiv etwas zur Sprache bringt. Da lässt den Schluss zu, dass
werbliche Information die Patienten gar nicht erreicht.
"Wir bewerten
das vor dem Hintergrund, dass viele
Praxen immer noch nicht richtig aktiv mit dem Patienten sprechen. Damit nutzen
viele Praxisinhaber eine wichtige Säule des Marketing für die eigene Praxis
nicht", so Frank Stratmann, Leiter der Agentur praxistotal. Das
Kompetenznetzwerk aus über 25 Spezialisten kennt die Bedürfnisse der Patienten
genau und kann guten Gewissens dazu raten, sich aktiv mit dem Patienten
auseinanderzusetzen. Praxismarketing als Instrument hat die Aufgabe unter
Berücksichtigung des sensiblen Arzt-Patientenverhältnis für nachhaltige
Patientenbindung zu sorgen. Vor allem werden die Erwartungen der Patienten
dadurch erfüllt, dass er mit in die Entscheidung en rund um seine Zahngesundheit
einbezogen wird.
Ärzte haben
Schwierigkeiten, sich werblich zu verhalten. Aus dieser Unsicherheit heraus
ergibt sich eine übermotivierte Haltung, mit medizinischem Wissen jene
Schwierigkeit zu kompensieren.
Diese Kompensation
ist sogar kontraproduktiv für die Kommunikation mit dem Patienten. Oftmals
richten Mediziner erheblichen Schaden an, wenn Sie Patienten durch Fachwörter
und universitären Jargon irritieren.
Patienten sind heute aufgeklärt und mündig. Der Mix aus richtiger und falscher
Information durch Internet, TV und Illustrierte machen den Patienten zu
vermeintlichen Experten, Ihrer eigenen Indikation. Das nährt die Irritation und
den Hang zur Dramatisierung vieler Diagnosen und Therapieansätze.
Der Hang dazu, den
Patienten weniger mündlich zu informieren, nimmt teilweise bizarre Formen an.
Nichts spricht gegen die Unterstützung von informativem Praxismaterial. Viele
Behandler delegieren Ihre Verpflichtung, dem Patienten zu informieren allerdings
falsch. Die Wartezimmer verfügen über einen Flat-Screen, in der Praxis wird zu
viel schriftliche Herstellerinformation an die Patienten weitergegeben und die
Auflistung der Leistungen an der Wartezimmerwand soll dazu führen, dass der
Patient selbst entscheidet, was für ihn wichtig sein könnte.
Die Zahnärzte
bemerken dass erst nach einer höheren Quote der Abwanderung durch die
Patienten.
Die Folge ist, dass
sich der Kreislauf kurzfristiger Aktionen immer weiter beschleunigt und man
durch die o.g. Strohfeuer das eigentliche Ziel, die Praxis im Sinne der
Patienten erfolgreich zu machen verblasst. Die Praxen müssen aus dem Prozess
des Problemmanagements ausbrechen und lösungsorientierte Gesamtkonzepte
entwerfen.
Praxisinhaber
sollten sich daher ein mittel- und langfristiges Konzept erstellen, wie sich
Ihre Praxis entwickeln sollte. Die Definition von Kennzahlen und Meilensteinen
ist besonders wichtig. Die Kontrolle der erreichten Ziele sichert den Grad der
Weiterentwicklung. Meist müssen Praxen sich zunächst intern entwickeln, um
extern einer geplanten Positionierung und Profilierung nachgehen zu können.
Weitere
Informationen und Fragen rund um die Themen Praxismarketing in Arztpraxis und
Gesundheitswesen erhalten Sie bei:
Agentur
praxistotal
Frank Stratmann
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59872 Meschede
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